Rechnung bei der PKV einreichen: Ablauf, Fristen, Dauer
Wie du Arztrechnungen bei deiner privaten Krankenversicherung einreichst, welche Fristen gelten und wie schnell das Geld kommt. Stand 2026.
In der privaten Krankenversicherung gehst du in Vorleistung: Du bekommst die Arztrechnung, bezahlst sie und reichst sie zur Erstattung bei deiner PKV ein. So läuft es ab.
So reichst du ein
Die meisten Versicherer bieten eine App oder ein Kundenportal: Rechnung fotografieren oder als PDF hochladen, absenden. Alternativ geht es per Post. Lege bei Medikamenten die Rechnung der Apotheke plus die Rezeptkopie bei.
Welche Unterlagen brauchst du?
- die Arzt-, Zahnarzt- oder Krankenhausrechnung
- bei Medikamenten zusätzlich das Rezept
- bei Heil- und Hilfsmitteln ggf. die ärztliche Verordnung
Fristen und Verjährung
Eine feste Einreichungsfrist gibt es in der PKV in der Regel nicht. Allerdings verjähren Ansprüche nach drei Jahren – gerechnet ab dem Ende des Jahres, in dem die Rechnung gestellt wurde. Warte also nicht zu lange, sonst riskierst du die Erstattung.
Wie lange dauert die Erstattung?
Liegen alle Unterlagen vollständig vor, muss die Versicherung innerhalb eines Monats zahlen. In der Praxis geht es oft schneller – nach Prüfung erfolgt die Auszahlung häufig innerhalb weniger Tage.
Lohnt sich das Einreichen immer?
Nicht unbedingt: Bei vereinbartem Selbstbehalt oder einer möglichen Beitragsrückerstattung kann es sich lohnen, kleinere Rechnungen selbst zu tragen und nicht einzureichen. Rechne nach, was unterm Strich günstiger ist.
Beamtin oder Beamter?
Als Beihilfeberechtigte:r reichst du dieselbe Rechnung bei zwei Stellen ein – Beihilfe und Restkostenversicherung. Wie sich das aufteilt: PKV und Beihilfe zusammen abrechnen.
Behalte Beihilfe und PKV im Überblick
Belegkompass hilft dir, jede Arztrechnung einmal zu erfassen und für PKV und Beihilfe getrennt den Status im Blick zu behalten – offen, eingereicht, erstattet. Für die ganze Familie, lokal auf deinem iPhone, ohne Konto.
Belegkompass im App Store ansehenHäufige Fragen
Meist gibt es keine feste Frist, aber die Ansprüche verjähren nach drei Jahren – gerechnet ab dem Ende des Jahres der Rechnungsstellung. Reiche daher nicht zu spät ein.
Sind alle Unterlagen vollständig, muss die Versicherung innerhalb eines Monats zahlen. In der Praxis erfolgt die Auszahlung oft schon nach wenigen Tagen.
Die Arztrechnung; bei Medikamenten zusätzlich die Rezeptkopie; bei Heil- und Hilfsmitteln ggf. die ärztliche Verordnung.
Nicht immer. Bei Selbstbehalt oder möglicher Beitragsrückerstattung kann es günstiger sein, kleine Rechnungen selbst zu tragen. Ein kurzer Vergleich lohnt sich.
Hinweis: Dieser Beitrag bietet eine allgemeine Orientierung (Stand 2026) und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Beihilfe ist Ländersache und kann sich ändern – maßgeblich sind die jeweils geltenden Beihilfeverordnungen und die offiziellen Merkblätter der zuständigen Stellen sowie deine Versicherungsbedingungen. Beihilfe nach Bundesland im Vergleich.